Frankfurter Straße 19
Das wohl originellste Haus Unkels stammt aus der Zeit um 1650. 
Kirchstraße 12
Früher Zehnthof des Kölner Domcustos. 1896 von August Libert Neven Du Mont erworben und als Krankenhaus und Altenheim der Stadt Unkel gestiftet. Heute Seniorenheim unter Leitung der Schwestern vom Orden der Franziskanerinnen vom Heiligen Josef.
Vogtsgasse 6
Bis 1868 Stammsitz der Patrizierfamilie Eschenbrender. Gebäude aus dem 17. und 18. Jahrhundert. Durch Umbau zum heutigen "Rheinhotel Schulz" stark verändert.

Pützgasse 7
Um 1750 errichtet, 1839/1840 von dem Dichter Ferdinand Freiligrath bewohnt.
Von-Werner-Straße 8
des Kölner Stifts St. Maria ad Gradus aus dem 11. Jahrhundert. Gebäude nach 1803 im neu-gotischen Stil umgebaut. Der Fronhof mit seinem Turm war das nord-westliche Ende der Stadtbefestigung.
Rheinpromenade/Am Turm
Der Gefängnisturm wurde beim Bau der Unkeler Befestigungsanlage um 1553 als runder Turm errichtet und hatte ursprünglich ein kegelförmiges Dach. Um 1700 entfernte man dieses Dach und ersetzte es durch die noch heute erhaltene barocke Haube. Der Turm hat eine stattliche Gesamthöhe von 19 Metern, die Mauern sind an der Nordseite 1 Meter, an der Südseite 1,20 Meter dick. Der innere Durchmesser des Turms beträgt 4,50 Meter. Das Gefängnis befand sich im Kellergewölbe. Nach Restauration wurde der Gefängnisturm 1986 als Museum zugänglich gemacht. Besichtigung nach Vereinbarung.
→ Tourismus-Information Telefon: (0 22 24) 90 28 22.
Kirchstraße 8
Ehemaliger Wohnsitz der Familie von Herresdorf, Südtrakt 1673, Westflügel 1781 erbaut, Nordbau 1838 errichtet.
Kirchstraße 11
Fachwerkscheune und Torbogen datieren aus dem 16. Jahrhundert. Das heutige Wohnhaus weist Baumerkmale aus der Wende zum 19. und dem späten 19. Jahrhundert auf.
Die Scheurener Kapelle am neu gestalteten Dorfplatz ist dem Hl. Joseph geweiht. Schon 1552 wird sie erstmalig urkundlich erwähnt, sie dürfte aber schon um 1500 erbaut worden sein. Diese erste Kapelle wurde im "Kölnischen Krieg" 1583 in Brand gesteckt und blieb ca. 100 Jahre als Ruine bestehen. Erst 1680 wurde mit dem Wiederaufbau begonnen, der 1683 vollendet war. Während die Chorpartien noch vom ersten Bau stammen, wurden die übrigen Wände beim Wiederaufbau neu errichtet und an der Westseite zusätzlich eine Empore geschaffen. Aus dieser Zeit stammen auch die Kommunionsbank sowie die übrigen Bänke. Das Hauptbild des Hochaltars, welcher um 1700 gestiftet wurde, stellt die Heimsuchung Mariens dar. 1986 erfolgte eine Renovierung der Kapelle.
Kirchstraße 10
Ihr heutiges Aussehen erhielt die Kirche erst aufgrund mehrmaliger Umbauten und Erweiterungen. Zunächst errichtete man um 1200 auf den Resten einer Vorgängerkirche eine dreischiffige Basilika mit einem flachen Dach. Hiervon blieb nur der Westturm übrig, der aber ursprünglich eine andere Dachform hatte. Schon am Ende des 13. Jahrhunderts wurde die Kirche erweitert, sie erhielt einen größeren gotischen Chorabschluss. 1502 erfolgte der endgültige Ausbau, welcher der Kirche ihr heutiges Aussehen verlieh. Die Seitenschiffe wurden verbreitert, hochgeführt und jedes mit einem eigenen Dach versehen. Ebenso erhielt die Kirche, mit Ausnahme des nördlichen Seitenschiffes, ihr heutiges Gewölbe. An die Kirche wurden im 16. Jahrhundert die südliche und 1903 die nördliche Sakristei angebaut. Zur reichen Ausstattung gehört der prächtige Hochaltar von 1705, der dem Heiligen Pantaleon geweiht ist. Auch das Bankwerk der Kirche und mehrere Figuren stammen aus dieser Zeit. Aber auch Gegenstände aus früheren Zeiten zieren den Raum, wie z. B. ein schmiedeeiserner Hängeleuchter aus dem Jahr 1527 und ein hölzener "Ecce homo" aus dem 14. Jahrhundert. In der Kirche befinden sich zwei Seitenaltäre: Der Marienaltar um 1700, und der Herresdorf-Altar, auch Kreuzaltar, um 1630 errichtet. Sehenswert ist auch die Vierzehn-Nothelfer-Kapelle. Hier stehen die 14 Heiligen in lebensgroßen Figuren dargestellt. Hier fand auch der ehemalige Hochaltar der Pfarrkirche eine neue Bleibe. Er zeigt die Lebens- und Leidensgeschichte des Heiligen Pantaleon auf. Außerdem befinden sich hier ein hölzener Reliquienschrein aus dem 15. Jahrhundert sowie ein reich geschmückter Taufbrunnen des 13. Jahrhunderts.
Das um 1600 entstandene unscheinbare Häuschen ist eines der ältesten Gebäude Unkels und wird z. Zt. restauriert.
Kirchstraße 6
Dieses Grundstück war im 18. Jahrhundert mit einem Anwesen bebaut, das die Familie Wittgenstein als Sommersitz nutzte.
Corneliaweg 5
1522 erstmals erwähnt. 1696 und 1807 neu bzw. umgebaut und 1945 vollständig renoviert und erweitert.
Eine der schönsten romantischen Gassen Unkels mit Fachwerkhäusern, unter denen das Gasthaus "Im Lämmlein" hervorragt. Im oberen Bereich der "Pützgasse" steht die "Alte Pumpe" aus dem Jahr 1759.

Corneliaweg
aus dem 15. oder 16. Jahrhundert. In seinem Untergeschoss befand sich das Beinhaus. Nach dem Abriss 1857 blieb nur die südliche Mauer mit einem vergitterten Fenster erhalten.
Linzer Straße 2
1855 als moderne Schule erbaut. Seit 1908 war in ihr das Bürgermeisteramt, später die Verbandsgemeindeverwaltung Unkel, untergebracht. Heute befinden sind dort das Büro der
→ Tourist-Information sowie das Willy-Brandt-Zimmer.
Im Jahr 1867 erfolgte der Ausbau des Rheinufers vom Turm bis zum Fronhof. 1870 dann der Ausbau der erhöhten Rheinufermauer entlang der Gemeindebleiche (Turm-Kirchgasse). 1873 schließlich wurde auch das Ufer von der Bleiche (Die Wiese diente noch bis Anfang der 50er Jahre als Bleichplatz für die Wäsche. Der Name "Alte Bleiche" zeugt noch heute davon.) bis zur Untersten Gasse (Kirchgasse-Fronhof) erhöht. Sofort nach Fertigstellung der Rheinpromenade begann man mit dem Anlegen einer Allee von Lindenbäumen, die noch heute die Rheinanlage schmücken. 1962 wurde die ehemalige Gemeindebleiche durch ein Mäuerchen gesichert und das Rheinufer vom Paxheim bis zum Fronhof durch eine Abschlussmauer verschönt. 1993 wurde die Rheinpromenade (Leinpfad) vom Turm bis Erpel ausgebaut. Dieses Teilstück kann sowohl von Fußgängern als auch von Radfahrern genutzt werden. 
Kirchstraße 13
In diesem Haus befand sich bis 1855 die Mädchenschule.
Kirchstraße 2
1738 von Bürgermeister Engelbert Clasen errichtet. Ein Schutzengelrelief und eine Barockmadonna zieren die Hausfront.
Frankfurter Straße 28
Hofgut des Herrn von Breitbach, 1596 Eigentum des A. von Schwarzenberg, 1703 des Wymar von Wolfskehl, Ende 18. Jahrhundert im Besitz des Grafen von Halberg.
Lehngasse 1
Hofgut der Familie von Beckers. Vordertrakt 1775 erbaut vom Kölner Generalpostmeister Felix von Beckers. Hauptgebäude älter. Später im Besitz der Familie von Geyr-Schweppenburg, danach des Fährmanns Josef Müller.
In der Mitte des 16. Jahrhunderts erhielt Unkel seine Stadtmauer, von der noch heute Teile vorhanden sind. Die Rheinseite erhielt eine starke, bis zu 4 Meter hohe Mauer, auch zum Schutz vor Hochwasser und Eisgängen. Sie ist von der Mariensäule bis zum Turm noch fast vollständig erhalten. Vor der Mauer wurde um 1900 der Promenadenweg mit den schatten spendenden Linden angelegt. Die Mauer aus Basaltsteinen, wie der Gefängnisturm mit Grauwacke und Bruchsteinen ausgemauert, wurde von zwei Türmen flankiert, im Süden dem Gefängnisturm und im Norden dem Turm des Fronhofes. Der Turm des Fronhofes wurde, ebenso wie der Gefängnisturm, in späterer Zeit verändert. Um den alten Stadtkern führte eine halbkreisförmige Befestigungsanlage, bestehend aus einer Bruchsteinmauer, die nicht so hoch war, wie die rheinseitige Mauer, da ein Wassergraben weiteren Schutz bot. Der Graben wurde durch den Ursbach gespeist, der heute Hähnerbach genannt wird. Durch zwei große Stadttore, im Süden die "Obere Porz" (in Höhe des alten Rathauses) und im Norden die "Untere Porz" (in Höhe der Volksbank) gelangte man in den Ort. Des weiteren gab es mehrere kleinere Tore an den Gassen zum Rhein. Bis zum Anfang des 19. Jahrhunderts waren die Stadttore sowie die Stadtmauern noch komplett erhalten, bis sie 1823 abgerissen wurden. Der Graben wurde zugeschüttet und am Ende des vorigen Jahrhunderts bebaut bzw. als (Graben)Straße hergerichtet. Die "Grabenmauer" wurde 1802 auf ihrer vollen Länge renoviert und ist daher noch abschnittsweise erhalten. Der Aufbau der Stadtmauer ist sehr schön unterhalb der Pfarrkirche zu sehen.
Rundgang für interessierte Besucher:
Am Gefängnisturm wendet man sich vom Rheinufer ab durch die Straße "Am Turm" und die "St. Pantaleonstraße" zum alten Rathaus. Von hier führt der Weg durch die Straße "Am Graben" bis zum Weinberg am Neven-du-Mont-Platz. Geht man über den Parkplatz Richtung Rhein, kommt man zur Mündung des Urbaches in den Rhein. Hier wendet man sich nach links und geht die Rheinpromenade entlang bis zum Turm.
Vogtsgasse 6
Seit 1591 Stammhaus der Patrizierfamilie Berntges, 1801 von Franz Vogts baulich umgestaltet. (Sanierung geplant).
Frankfurter Straße 35
1732 als Weingut der Kölner Ursulinen erbaut, im 19. Jahrhundert in ein Gasthaus umgewandelt.
Corneliaweg 1
1714 von Pfarrer Gottfried Eschenbrender im Zusammenhang mit einer Stiftung errichtet.
Von-Werner-Straße 9
Erbaut um die Jahrhundertwende vom Unkeler Fabrikanten Ernst Profitlich.
Willy-Brandt-Platz 5
Die Bürgerstiftung Unkel "Willy-Brandt-Forum" ist eine gemeinnützige Stiftung der Stadt Unkel.
Das "Willy-Brandt-Forum" zeigt eine Dauerausstellung über das Leben und Wirken von Willy Brandt mit dem Schwerpunkt auf der Zeit nach seiner Kanzlerschaft und als Unkeler Bürger.
Alle Informationen zum Museum finden Sie auf der Internetseite der
Bürgerstiftung Willy-Brandt-Forum.

Einen Stadtführer zu den Siebengebirgsorten Unkel, Königswinter, Erpel, Nieder- und Oberdollendorf finden Sie hier.