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Willy-Brandt-Forum

Das Willy-Brandt-Forum in Unkel ist ein Museum für den früheren deutschen SPD-Politiker, Bundeskanzler und Friedensnobelpreisträger Willy Brandt, der in dieser Stadt die letzten 13 Jahre seines Lebens verbrachte. Es wird von einer gemeinnützigen Bürgerstiftung betrieben.

Nach langjährigen Planungen wurde am 20. März 2011 die erweiterte Dauerausstellung eröffnet. Zur Eröffnungsfeier sprachen der ehemalige spanischen Regierungschef Felipe González und der Ministerpräsident des Landes Rheinland-Pfalz Kurt Beck.

Willy Brandt in Unkel

Willy Brandt war ein bedeutender Politiker der deutschen und europäischen Geschichte des 20. Jahrhunderts. Für sein lebenslanges Eintreten für Frieden, Freiheit, Demokratie und Menschenrechte wurde ihm weltweit Anerkennung gezollt. Als einziger deutscher Politiker der Nachkriegszeit erhielt er 1971 den Friedensnobelpreis. 1979 zog Willy Brandt nach Unkel und lebte dort als „Bürger unter Bürgern“. Hier schrieb er seine „Erinnerungen“ und blickte zurück auf sein Leben. Er engagierte sich als „elder statesman“ weiterhin weltweit für die Verwirklichung seiner politischen Ideale. Willy Brandt starb am 8. Oktober 1992 in Unkel. Die Stadt hat es sich zur Aufgabe gemacht, das Andenken an ihren Mitbürger zu bewahren. Im ehemaligen Sparkassengebäude am Willy-Brandt-Platz wurde dafür eine ständige Ausstellung eingerichtet.

Ausstellungsinhalte

Die Ausstellung erinnert an den Politiker, dokumentiert wesentliche Stationen seines politischen Werdegangs und gewährt Einblicke in das weniger bekannte Leben als Bürger der Stadt Unkel. Das Museum vefügt über aussagekräftige Objekte und Fotografien, originale Film- und Tondokumente sowie Texte. Zahlreiche interaktive Elemente bieten insbesondere für Jugendliche einen spielerisch entdeckenden Zugang zur Person Willy Brandts und zum zeitgeschichtlichen Kontext. Im Mittelpunkt der Ausstellung steht das private Arbeitszimmer Willy Brandts aus seinem Wohnhaus in Unkel. Bücher, Erinnerungsstücke und persönliche Gegenstände spiegeln den Lebensstil des Politikers und machen sein Wirken greifbar. Weitere Ausstellungsbereiche thematisieren die Kanzlerschaft Willy Brandts von 1969 bis 1974, sein internationales Engagement als Präsident der Sozialistischen Internationale und Vorsitzender der Nord-Süd-Kommission sowie die wichtigsten biographischen Stationen von seiner Kindheit und Jugend in Lübeck über die Jahre des erzwungenen Exils in Skandinavien bis hin zu seinen politischen Anfängen in Deutschland. Ein kleines Kino bietet ebenso wie Arbeitsstationen mit Internetzugang die Möglichkeit, sich vertiefend mit der Thematik zu beschäftigen. Im Untergeschoss des Ausstellungsgebäudes veranschaulichen Fotografien, Gemälde und Skulpturen künstlerische Sichtweisen auf die facettenreiche Persönlichkeit des Politikers und regen zu einer Auseinandersetzung mit dem „Mythos Willy Brandt“ an. In der Porträtgalerie treffen sich Willy Brandt und Konrad Adenauer. Denn auch der erste Kanzler der Bundesrepublik verbrachte in den 30er Jahren zwangsweise einige Zeit in Unkel. Objekte, Fotografien und Interviews dokumentieren schließlich in einer Art Musée Sentimental im ehemaligen Tresorraum des früheren Sparkassengebäudes Erinnerungen Unkeler Bürger an Willy Brandt.

Der Multifunktionsraum im Willy-Brandt-Forum wird wegen der besonders guten Lichtverhältnisse, die durch fünf Glaskuppeln in der Decke erzeugt werden, als Ausstellungsraum genutzt. Eine erste Wechselausstellung im Winter 2011/2012 widmete sich dem Thema "Willy Brandt und Polen".
Weitere Wechselausstellungen und Dialog-Veranstaltungen sind geplant. Die Bürgerstiftung hat hierfür Kontakte zu mehreren Institutionen aufgenommen.

Porträtgalerie und Tresorraum

Die Porträtgalerie beherbergt Kunst vor allem in Form von Gemälden und Fotografien. Vertreten sind zum Beispiel Gemälde von Johannes Heisig und Georg Meistermann sowie Fotografien von Herlinde Koelbl, Will McBride, Josef Heinrich Darchinger und Robert Lebeck. Im Tresorraum können die Besucher mit einer Webcam ein Foto von sich machen, einen Hintergrund aus Unkel, ein Motiv von Willy Brandt und eine Schriftart für ihre Grußzeile wählen. Die so erstellte digitale Postkarte können sie dann kostenlos über das Internet verschicken.

Willy-Brandt-Forum

Museum zur Zeitgeschichte 

Willy Brandt gehört als Deutscher, Europäer und Weltbürger zu den bedeutendsten Politikern des 20. Jahrhunderts. Sein lebenslanges Eintreten für Frieden, Freiheit, Demokratie und Menschenrechte trug ihm weltweit hohe Anerkennung ein. Als einziger deutscher Politiker der Nachkriegszeit erhielt er 1971 den Friedensnobelpreis. 1979 zog Willy Brandt nach Unkel und lebte in der kleinen Stadt am Rhein als „Bürger unter Bürgern“. Hier schrieb er seine „Erinnerungen“ und blickte zurück auf ein ereignisreiches Leben. Von hier aus engagierte er sich als „elder statesman“ weiterhin weltweit für die Verwirklichung seiner politischen Ideale. Von hier aus erlebte er auch die Öffnung der Mauer und die Vollendung der Deutschen Einheit - Verwirklichung einer Vision und Ziel eines beständigen politischen Kampfes seit seiner Rückkehr aus dem Exil. Willy Brandt starb am 8. Oktober 1992 in Unkel. 

Die im Jahre 2007 gegründete „Bürgerstiftung Unkel - Willy-Brandt-Forum“ hat es sich zur Aufgabe gemacht, das Andenken an den berühmten Mitbürger der Stadt zu bewahren. Im ehemaligen Sparkassengebäude am Willy-Brandt-Platz wurde am 20. März 2011 ein zeitgeschichtliches Museum eröffnet, das an den Politiker und Altkanzler erinnert.

Kontakt

Willy-Brandt-Platz 5, 53572 Unkel

Tel.: 02224/7799303
Fax: 02224/902885

Website: willy-brandt-forum.com
E-Mail: info@willy-brandt-forum.com

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